„Bock auf Folie“ bei Bauder
Gemeinsam mit der Bauder GmbH & Co KG, Produzent moderner Abdichtungs-, Wärmedämm-, Begrünungs- und Photovoltaik-Systeme, organisierten Förderkreis und Dachdecker-Innung einen Lehrgang zur Verarbeitung von Kunststoffdachbahnen. Das fand starken Anklang. Im Bauder-Werk in Achim wurde die allgemeine Teilnehmerzahl deutlich übertroffen. Unter dem Tenor „Bock auf Folie“ stimmte Bauder-Fachmann Wolfgang Holzkämper die „Junggesellen“ auf die Materie ein, bevor es in der Werkshalle mit der praktischen Arbeit los ging. So wussten die Handwerker bereits, dass sie es ausschließlich mit Flexiblen Polyolefinen (FPO) und nicht mehr mit PVC-Materialien zutun bekamen. Praxisnahe Modelle bieten bei Bauder optimale Voraussetzungen für das Arbeiten an Ecken und Kanten, permanentes Verschweißen und Verkleben sowie den Umgang mit Schweißapparat und Handgeräten. Arne Liere, Anwendungstechniker bei Bauder, führte verständlich und mit Fachwissen durch den Lehrgang, gab Hilfestellung und hatte auf alle Fragen die richtige Antwort. Ob es um Flächen schweißen, Ausbildung von T-Stößen, Schweißtemperaturen, Nahtkontrolle, Schließen von Fehlstellen, Nahtflügeltechniken oder Fläche schweißen mit dem Automaten ging, die Teilnehmer konnten am Ende des Tages eine Menge Fachwissen und praktischer Kenntnisse mit in ihre Betriebe nehmen. Eine erfolgreiche Veranstaltung des Förderkreises, bei der auch das gute Mittagessen schmeckte, das die Bauder GmbH auftischte.

Brandschutzhelferlehrgang bei der DHG
„Mit dem Feuerlöscher lässt sich ein Zimmerbrand wohl nur schwerlich löschen, aber für in Brand geratene Maschinen, Geräte, Materialien und insbesondere Personen kann bei richtiger Anwendung schlimmeres verhindert werden,“ so Dachdeckermeister Sebastian Herzberg an die Teilnehmer des „Brandschutzhelfer-Seminars“. Ein wichtiges Thema für jeden Dachdeckerbetrieb, das zeigte auch die rege Teilnahme an dieser Förderkreis-Veranstaltung in den Räumen der DHG (Dachbaustoff-Handels-Gesellschaft) in Bremen. Der Referent, gleichzeitig beim Landesinnungsverband Niedersachsen-Bremen in St. Andreasberg für die Brandschutzausbildung zuständig, erläuterte die umfangreiche Materie anschaulich in Wort und Bild. Sebastian Herzberg: „Es geht vor allem darum, spezielle Gefahren auf der Baustelle zu erkennen, sie abzuschwächen und zu verhindern.“ Verhalten im Brandfall, Evakuierung von Gebäuden, Einrichten von Absperrungen, Verhindern von Panik, gehörte u.a. zum theoretischen Teil.
Praktisch bekamen die Dachdecker ein Gefühl für den Umgang von Feuerlöschern am offenen Feuer vermittelt. Welche Geräte gibt es, wie und aus welcher Richtung sind sie einzusetzen, welche Rolle spielen Windrichtung und Rauchentwicklung. Am Ende der Veranstaltung erhielt jeder sein „Teilnehmerzertifikat an der Ausbildung zum Brandschutzhelfer“. Für das leibliche Wohl während des Tages sorgte die DHG.

Abfallentsorgung und
Bemessung von Entwässerung
Das Interesse am „Förderkreises zugunsten der Dachdeckerjugend der Innung Bremen“ ist nach wie vor groß. Über 60 Teilnehmer von Mitgliedsbetrieben aus Handwerk, Industrie und Handel, informierten sich in Grothenn’s Gasthaus über die „Bemessung von Entwässerungen“ sowie die aktuelle Situation der Entsorgung in Bremen. Förderkreisvorsitzender, Dachdeckermeister und Sachverständiger Sven Könsen hatte dazu seinen Berufskollegen Stefan Küpers aus Essen als Gastredner gewinnen können. Als Vorsitzender des Flachdachausschuss Entwässerung im ZVDH und Mitglied im Ausschuss für Flachdachrichtlinien, stellte er die Bedeutung der Merkblätter und Richtlinien in den Vordergrund. „Ich bin kein Klugscheißer und weiß alles besser“, stellte Küppers klar und ergänzte: „Regelwerke kommen aus der Praxis und entstehen aus Fehlern.“ Als Baustein für die handwerkliche Leistung und im Umgang mit dem Auftraggeber seien sie unverzichtbar. So weist das „Merkblatt zur Bemessung von Entwässerungen“ u.a. auf regelmäßige Nachprüfungen hin. Dies sei bei Schäden nicht nur ein Argument dem Bauherrn gegenüber, sondern auch Grundlage für ein gutes Nachgeschäft durch Wartungsverträge. Mit anschaulichen Beispielen ging Stefan Küppers insbesondere auf die Kaskaden-Entwässerung ein, beantwortete jede Zwischenfrage und wurde mit starkem Applaus bedacht. Mit der „Problematik der Entsorgung in Bremen“ hatte Sven Könsen ein brandheißes Eisen angepackt und dazu Betriebswirt Carsten Greulich, vom Bremer Entsorgungsunternehmen Siedenburg eingeladen. Problematisch seien insbesondere die Entsorgung von „Dachpappe“ und „Styropor“, „nicht nur für euch Handwerker, auch für uns als umweltbewusstem Entsorger“, sagte Greulich und ergänzte: „der Müll muss kleiner werden. 50 x 50cm Stücke, müssen wir mit Zollstock auf Foto z.B. mit Styropor-Blöcken nachweisen.“ Bei Unkorrektheiten oder falscher Trennung würden Container sofort fest gesetzt. Der Redner appellierte jedoch, vorher mit dem Auftraggeber über die Müllentsorgung zu reden. Entsorgung sei doch nicht allein das Problem des Handwerksbetriebes. Es ergab sich eine kontroverse Diskussion über die mangelhafte Entsorgungspolitik in Bremen sowie über notwendige Abfalltransporte nach Niedersachsen. In der MVA Bremen, gebe es kaum noch Möglichkeiten, da hier u.a. auch Bauabfälle aus Schweden verarbeitet würden. Der Redner willigte auf den Vorschlag von Obermeister Sascha Apel ein, gemeinsam ein Merkblatt für die Innungsmitglieder zu erstellen, das sich speziell mit der Entsorgung in Bremen befasst. Zeit für Gespräche gab es während einer schmackhaften Zwischenmahlzeit und einige Teilnehmer um Sascha Apel brachten das Thema „gemeinsame Schredderanlage“ wieder auf den Plan.
Gewohnt dynamisch stimmte Förderkreisvorsitzender Sven Könsen auf den Abend ein.
„Guter Nebenverdienst
mit Wartungsverträgen“, Sachverständiger
Stefan Küppers, Essen.
Training für die Gesellenprüfung Juli 2025
Am 18. Und 19. Juli 2025 fand dieses Jahr wieder das Training zur Gesellenprüfung auf dem Gelände der DEX e.G. statt.
Die angehenden Prüflinge wurden an den beiden Tagen durch junge Dachdeckermeister praktisch an Modellen in den Bereichen Steildach, Flachdach und Fassade unterwiesen. Die Versorung mit Getränken wurde durch die DEX e.G. sichergestellt.
Sven Baudach von Wendt & Büschenfeld Dachbaustoffe GmbH stellte den Hauseigenen Imbisswagen zur Verfügung und übernahm gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die kulinarische Versorgung der Teilnehmenden.
An dieser Stellen bedanken sich alle Teilnehmer und wir vom Förderkreis sehr herzlich bei den Sponsoren und Mitorganisatoren.
Dank Eurer unkomplizierten Mitwirkung und Bereitschaft konnte ein tolles Event für die angehenden Gesellen durchgeführt werden.
Neues Material für
Auszubildende und Prüfungsausschuss
Um den Auszubildenden optimale Bedingungen bei technischen Unterweisungen sowie in den jeweiligen Prüfungen zu bieten,
hat der Förderkreis für die Dachdecker-Innung Bremen folgende Werkzeuge und Maschinen beschafft:
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6 Stück Propan Kleinhandbrenner
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6 Stück Leister Handfön mit Zubehörwerkzeug
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6 Stück Weichlötsets nebst Zubehör
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6 Stück Rinneiesenbiegezange
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1 Stück Werkzeugsatz für Klempnerarbeiten im Koffer
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4 Stück Akkuschrauber mit Zubehör.
Um den Prüfungsausschuss auch ins 21. Jahrhundert zu überführen wurden noch 3 Stück Ipads angeschafft.
Damit sollen die Bewertungen während der Prüfungen aufgenommen und dann direkt elektronisch weiter verarbeitet werden.
Obermeister Sascha Apel bedankt sich für die Spende im Namen seiner Innung.

Praktische Gesellenprüfung 2024
Förderkreis hilft
Die Gesellenprüfungen der Dachdecker-Innung Bremen finden in diesem Jahr regional auf dem Betriebsgelände der DENW statt. Innungs-Obermeister Sascha Apel: „Wir haben die dazu nötigen Dach- und Fassaden-Modelle, die auch im Berufsbildungszentrum zur Prüfung eingesetzt werden, 1:1 nachgebaut und hier bei DENW aufgestellt. Die Modelle haben die angehenden Zimmerergesellen hier auf dem Campus für uns angefertigt.“ Eine gute Übung für den Zimmerernachwuchs.
Den angehenden Dachdeckergesellen ermöglichte der „Förderkreis zugunsten der Dachdeckerjugend der Innung Bremen“ nun, sich gezielt unter prüfungsähnlichen Bedingungen auf die praktische Gesellenprüfung vorzubereiten.
„Das ist super, hier an den Original-Prüfungsmodellen zu arbeiten. Das gibt Sicherheit und verschafft uns ein gutes Gefühl für den Einstieg in die richtige Prüfung“, war gleich von der einzigen weiblichen Auszubildenden und ihren männlichen Kollegen zu hören. Noch konnten sie hier in Gruppen arbeiten und die anwesenden Meister, Lehrer und weitere Mitglieder des Förderkreises um Rat fragen. U. a. ging es um Fassaden-, Flachdach- und Steildacharbeiten, von der Unterspannbahn oder Entwässerung, bis zur fertigen Eindeckung, Schieferarbeiten sowie Einbau eines Velux-Fensters.
Nötiges Material wurde von Industrie und Handel kostenlos zur Verfügung gestellt.
Rainer Brunkhorst (DENW) und Patrick Günther (Nelskamp), beide langjährige Vorstandsmitglieder des Förderkreises, freuen sich über den neuen Ausrichtungsort und schätzen den Gedankenaustausch mit Meistern und Kollegen anlässlich dieser Veranstaltungen.



















